Ganz meinem beruflichen Naturell entsprechend war ich im Sommer unterwegs und habe meine Leidenschaft zu reisen ein mal mehr mit der Leidenschaft meinen kulinarischen Horizont zu erweitern vereint. Auf meinem Streifzug durch das westliche Mitteleuropa habe ich großartige Leckereien entdeckt, die ihr unbedingt mal probieren solltet, wenn ihr diese Länder bereist.
Der erste Stopp war Frankreich, hier ging es durch die Champagne nach Paris und danach an die Nordküste. Unter anderem nach Calais. Hier probierte ich in der Brasserie La Tour die wohl berühmteste französische Nachspeise: Crème brûlée.
Ja, werdet ihr jetzt vielleicht denken, das kann ich auch in Deutschland haben. Könnte man, kann man aber nicht. Denn so wunderbar wie die Franzosen ihre Nachspeise zubereiten wird man sie in hierzulande nicht finden.
Handflammbiert servierte mir der Ober, ich nenne ihn einfach mal Francois, die Crème.
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Als nächstes lag das Nachbarland Belgien auf der Route. Natürlich kam ich an den delikaten Pralinen nicht vorbei, ebenso ging es mir bei den belgischen Pommes Frites mit selbstgemachter Mayonnaise. Doch mein eigentliches Highlight war die Probe der belgischen Biere in Brüssel. Zur Wahl standen verschiedene obergärige Biere sowie Pilsener, Abtei- und Fruchtbiere. Hoeegaarden Wit Blanche, Gulden Draak, Delirium Tremens, Pauwel Kwak, Leffe Blonde und ein Erdbeerbier, dessen Name ich nicht mehr erinnere. Gerade die obergärigen Biere sind etwas ganz besonderes für den deutschen Gaumen, da sie sich geschmacklich stark von Pilsener Bieren unterscheiden. Diese Bierverkostung kann ich sehr empfehlen.
Zuletzt möchte ich den Besuch meiner ehemaligen Studienheimat Holland noch erwähnen. Hier war ich in der Hauptstadt im typischten Eetsalon der Stadt - im Van Dobben. Während die Einheimischen hier innerhalb weniger Sekunden nach Betreten der Lokalität die Bestellung aufgeben, dauert es bei den Touristen, von denen es doch einige gibt, die dieses sehr versteckte Lokal finden und aufsuchen, doch wesentlich länger. Denn große Erklärungen gibt es auf der Speisekarte nicht. Nachdem man der freundlichen - sehr verständnisvollen - Bedienung seine Wahl mitgeteilt hat, geht eben diese hinter den Tresen, der eher an den Tresen einer Schlachterei als an ein Restaurant erinnert, greift sich eines der hellen weichen Brötchen und versieht die eine Hälfte mit einer großzügigen Portion Butter sowie reichlich von dem gewählten Belag, um dann die obere Brötchenhälfte rasant auf das Ensemble niedersinken zu lassen. Neben Broodjes gibt es hier natürlich auch die Nationalspeise Krokett, eine mit Speck und Kartoffelmasse gefüllte Frittier-Spezialität. Eet smakelijk!
Mein Fazit: Diese drei Länder sind kulinarisch wirklich ansprechend und interessant. Ein Besuch lohnt sich in jedem Fall!



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